Drucksache 19/17407
– 26 –
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode
Antwort des Staatssekretärs Andreas Michaelis
vom 24. Februar 2020
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 5 der Kleinen
Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 19/17046
verwiesen.
39. Abgeordnete
Margarete Bause
(BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN)
Obliegt es nach Auffassung der Bundesregierung
allein der tibetischen Religionsgemeinschaft,
einen Nachfolger für den 14. Dalai Lama zu bestimmen, und inwiefern setzt sich die Bundesregierung innerhalb der EU für eine geeinte Haltung
der EU-Staaten in Anlehnung an die Auffassung
sowohl des niederländischen Außenministers Stef
Blok (Tweede Kamer, vergaderjaar 2019-2020,
35 207, Nr. 32) als auch des belgischen Außenund Verteidigungsminister Philippe Goffin (www.
lachambre.be/doc/CCRI/pdf/55/ic091.pdf) zur
Bestimmung der Nachfolge des Dalai Lama ein?
Antwort des Staatsministers im Auswärtigen Amt Niels Annen
vom 26. Februar 2020
Die Bundesregierung vertritt die Auffassung, dass Religionsgemeinschaften ihre eigenen Angelegenheiten autonom regeln dürfen. Dies
beinhaltet das Recht, ihre religiösen Würdenträger selbst zu bestimmen.
Die Bundesregierung achtet den Dalai Lama als Oberhaupt des lamaistischen Buddhismus. Gleichzeitig betrachtet sie Tibet als Teil der Volksrepublik China. Die Bundesregierung setzt sich grundsätzlich für eine einheitliche Außen- und Sicherheitspolitik der EU-Mitgliedstaaten ein. Sie
hat die Stellungnahmen der genannten Bundesminister zur Kenntnis genommen.
40. Abgeordneter
Michel Brandt
(DIE LINKE.)
Wer hat das Programm für die Delegationsreise
von 20 Diplomatinnen und Diplomaten in die Region Kashmir unter Führung des deutschen Botschafters in Indien zusammengestellt (www.thehi
ndu.com/news/national/german-envoy-likely-to-le
ad-second-batch-of-diplomats-to-jk/article307853
54.ece), und inwieweit bewertet die Bundesregierung die Entscheidung der Leitung einer solchen
Delegationsreise durch den deutschen Botschafter
in Anbetracht der instabilen politischen und menschenrechtlichen Situation vor Ort und dem umstrittenen Vorgehen der indischen Regierung von
Premierminister Narendra Modi (www.hrw.org/n
ews/2020/01/17/india-failing-kashmiri-human-ri
ghts)?