Parlamentarische Gruppe Tibet
Groupe Parlementaire pour le Tibet
Parliamentary Group for Tibet
c/o The Tibet Bureau
1201 Geneva
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29. Juni 2026
Parlamentarische Gruppe Tibet: Aufruf zum Schutz der Rechte der tibetischen Sprache – Widerstand
gegen das von der VR China lancierte „Gesetz zur ethnischen Einheit“
Am 1. Juli 2026 setzt die Volksrepublik China (VRC) ein neues „Gesetz zur ethnischen Einheit“ in Kraft und
verankert damit eine han-zentrierte nationale Identität auf Kosten der tibetischen Sprache, Religion und
Kultur.
Bei diesem neuen „Gesetz zur ethnischen Einheit und zum Fortschritt“ geht es der VRC jedoch nicht um
Einheit, sondern um erzwungene Assimilation und die systematische Auslöschung der tibetischen Identität.
Für das tibeteische Volk und alle von der VRC unterdrückten Völker ist dies keine abstrakte politische Debatte, sondern ein Kampf um das kulturelle Überleben.
Die Parlamentarische Gruppe Tibet protestiert gegen die Einführung dieses Gesetzes, das am 1. Juli
2026 in Kraft tritt, und eine noch strengere Kontrolle auf Kosten der kulturellen Identität des tibetischen
Volkes anstrebt und die Kultur aller von der VR China unterdrückten Ethnien zusätzlich bedroht.
Diese erweiterte staatliche Kontrolle über Bildung, das öffentliche Leben und den Ausdruck tibetischer Identität bedeutet für die Situation der bereits mindestens eine Million tibetischen Kinder, die durch das kolonialistische Internatssystem der VR China von ihren Familien getrennt wurden, eine dramatische Verschärfung.
Schon tibetische Kindergartenkinder werden gemäss chinesischen Staatsmedien Propaganda ausgesetzt,
welche die Kommunistische Partei und die Volksbefreiungsarmee verherrlicht. Die PG Tibet ist empört angesichts jeglicher Versuche, alle Formen tibetischer Identität schon bei den jüngsten und schutzbedürftigsten Mitgliedern des tibetischen Volkes in Tibet auszulöschen.
Die Parlamentarische Gruppe Tibet ist aktiv:
- Sie unterstützt alle Aktivitäten der Schweiz in allen möglichen Gremien und internationaler Menschenrechtsorganisationen gegen dieses neue Gesetz und die Warnungen der UN-Experten, dass das Gesetz
die sprachliche, kulturelle und religiöse Autonomie der Tibeter, Uiguren und aller durch die VR China unterdrückten Völker bedroht.
Vertreter:innen der PG Tibet werden in der Aussenpolitischen Kommission APK dieses problematische, menschenrechtsverletzende Vorgehen der VR China zur Diskussion stellen und darauf hinarbeiten,
dass der Bundesrat in seinen offiziellen Gesprächen die VR China an ihre Pflicht ermahnt, die Grundrechte
des tTibetischen Volkes, seine Sprache, Religion, Kultur und Identität zu bewahren. Denn nimmt diese Politik der Volksrepublik China ungehindert ihren Lauf, besteht die Gefahr, dass die tibetische Identität innerhalb einer einzigen Generation ausgelöscht wird.
Im Namen der Parlamentarischen Gruppe Tibet
Co-Präsidentin Ständerätin Tiana Moser
Co-Präsidentin Nationalrätin Léonore Porchet
Co-Präsident Nationalrat Nik Gugger
Co-Präsident Nationalrat Fabian Molina
Vize-Präsidentin Ständerätin Maya Graf